Vamos a la playa👍 ( 3. Tag )

Heute war ein nicht so schöner Tag.

Mir stecken die Anstrengungen von gestern in den Beinen. Kurz und gut, die Knie wollen nicht so gern bergab! Leider, trotz der Super- Carbon- Stöcke. Bin aber nicht die einzige Krücke am Abhang😜.

Meine Motivation wurde mit dem besseren Wetter, des eingenommenen Mittagessens und dem wartenden Ziel nicht besser. Vor dem Lokal standen dann in Orio, einige Taxis wie zufällig rum, um die ‚Fußlahmen‘ aufzunehmen. Ja und ratet mal?

Zora ohne Knie, ist natürlich eingestiegen!!!!!

Das war denn auch die beste Idee des Tages, so habe ich heute ein bißchen Sonne getankt!☀️Tolle Wellen, Surfer und ein kühles Blondes! Hier würde ich gerne bleiben.

Zarautz ist echt nett ( so heißt das Städtchen)! Durch die Surferszene eine gute Mischung aus Alt und Jung, Altstadt und junge Geschäfte. Ganz adrett und schön.

Mal sehen, was die Beine morgen hergeben??? Abwarten, manchmal kann der Kopf überlisten. Sonst wird der Camino wohl anders verlaufen, als ich dachte, es gibt dann nur eine Alternative 🏄🏽‍♀️🌊🤔!

Jeder Camino ist wohl anders😘🙋🏽Bis Morgen!

Monte Jaizkibel ( 2.Tag)

Hallo Ihr Lieben,

heute ist es wieder spät und mein Bericht wird heute nicht so lang.

Heute ging es 27 km nach San Sebastian, über einen echt anstrengenden Höhenweg. Es ging auf 545 m bis zur Spitze und auch wieder herunter. Diese Teilstrecke hat heute die meiste Kraft eingenommen. Es ging über stark unbefestigte Wege hoch, z.T. ausgewaschen, wohl durch viel Regen und auch so wieder hinunter.

Eigentlich hatte ich ja einigen versprochen nicht zu kraxeln. Sorry! War nicht vorher absehbar und wenn man halb oben ist, geht man weiter. Der tolle Höhenweg und der Ausblick hat alle Mühe belohnt.

Das Wetter war allerdings heftig da oben, die Wolken hingen ganz tief, der Sturm war stark. Mit Rucksack bin ich „Gott sei Dank“ noch schwerer, an den Rand des Bergkamms bin ich nicht gegangen ( nicht schwindelfrei😣).

Nächstes Mal nehm ich den Weg für Anfänger, nur ich wollte soooo gerne die Aussicht!

Am Nachmittag kam dann das schöne Wetter. Es ging immer bergauf und bergab, mit einer tollen Optik belohnt. San Sebastian ist an sich schon besichtigungspflichtig, aber mir ist jetzt nicht nach Stadtleben, einfach zu laut. Die kleinen Städte sind z.T. traumschön, malerisch an den Buchten gelegen, viele mit wunderschönen alten Häusern.

Dieses Spanien hat mir halt letztes Jahr schon gefallen!

Eine gute Nacht , bis morgen😘

Jetzt bin ich los………( 1.Tag/ Anreise)

und wie versprochen schreibe ich jeden Abend eine kleine Geschichte, wie es mir ergangen ist und was mich beschäftigt hat. Geistig, wie körperlich.

Als ich heute morgen aufstand, musste ich mich erstmal selber stupsen. Irgendwie hatte ich so gar keine Lust, alleine loszufahren und meine Liebsten zuhause zu lassen. Manchmal verändert sich die Vorfreude;mach ich alles richtig;klappt alles zuhause. Die Jungs sind schon erwachsen, der Papa ist doch da. Sie sind ja nicht weg, nur nicht so nah wie sonst.

Ja und jetzt sitze ich hier in Hondabarria, es ist 20.30 Uhr. Ich hab mir grad ein Bier aufgemacht und dazu ein Boccadillo, etwas Tomate und Olive. Nach was anderem war mir so gar nicht, obwohl in diesem wunderschönen Ort, die Tapasbars schon geöffnet waren. Die Pension ist klein und schnuckelig, was will man mehr!

Die Anreise war lang, um 4 Uhr kam heute morgen das Taxi zum Flughafen. Und von dem Zeitpunkt an war Geduld angesagt. Beide Flieger hatten Verspätung, aber“Frau“ hat ja ab jetzt Zeit und wie war das noch mit dem Weg und dem Ziel? In Bilbao angekommen hatte ich 3 Stunden Zeit mir die Füße zu vertreten, hab‘ schonmal das Ende dieser Reise inspiziert und beschlossen in die GOYA Ausstellung zu gehen, wenn ich am nächsten Montag wiederkomme.

Der Fernbus fuhr dann nochmal 2 1/2 Stunden weiter bis Irun, an der Grenze zu Frankreich direkt an der Küste. Ursprünglich wollte ich dort bleiben, hatte aber letzte Woche schon umgeplant und bin 4 km weiter bis in dieses schöne Städtchen gewandert. Eine ganz urige spanische Kleinstadt, wo früher die Pilger vom Wasser aus an Land gingen. Viele schöne alte Häuser, verträumte Gassen, ein historischer Stadtkern mit Mauer drumherum. Im Sommer ist hier bestimmt ein toller Urlaubsort, die Stadt ist richtig rausgeputzt. Riesiger Yachthafen!

Apropos Sommer: Hhmm….Temperatur Max. 16 Grad, vereinzelt dröppelt es, der Wind bläst ordentlich. Dresscode Daunenjacke und Mütze!!! Wie auf meiner Lieblingsinsel im hohen Norden😉. Prognose? Nicht so wichtig.🤷🏽‍♀️

So Ihr Lieben, das Bier ist aus , nun geht das Licht aus.

Morgen geht’s bis San Sebastian, der frühe Vogel . Ich werde mal lieber etwas mehr Zeit einplanen, da es sehr bergig wird und ich das nicht so richtig einschätzen kann.

Ich werde es Euch morgen berichten. Macht´s gut bis dahin! 😘🙋🏽‍♀️

Anreise Camino del Norte

Mit den Bildern von 2017 im Kopf werde ich Mitte Mai von Bremen über München nach Bilbao fliegen. Rechtzeitig gebucht bringt mich und mein Gepäck, Lufthansa hoffentlich sicher ans Ziel!

Horror wäre: Ich bin da, der Rucksack nicht😬! Da in meinem Rucksack auch ein Taschenmesser ist, muß ich das Gepäck aufgeben, kann es nicht als Handgepäck mitnehmen. Egal, wird schon klappen!

Ankunft sollte am Mittag sein.

In Bilbao habe ich genug Zeit um zur Estacion de Autobuses zu wandern. Von dort geht es mit den Bussen der ALSA in max. 1 1/2 Stunden nach Irun. Das Ticket habe ich bereits online gebucht und auch wenn ich gelesen habe, das es nicht so pünktlich wie in Deutschland losgeht, der Bus fährt.

Am späten Nachmittag sollte ich an meinem Startort angekommen sein. Dann heißt es das erste Hotel suchen, etwas ausruhen und dann am Abend die Stadt besichtigen. Und ganz wichtig, Proviant und Wasser für die erste Etappe am nächsten Tag einkaufen.

Das Gute in Spanien ist, das es erst ab 17 Uhr wieder lebendig wird und die Geschäfte , etc. noch ausreichend geöffnet haben. Im letzten Jahr hat das immer gut geklappt, da war ich am Anreisetag abends echt geschafft!

Jacobsweg 2.0 , Weg von Irun – Bilbao

So meine Lieben, immer wieder Montags werde ich Euch etwas schreiben. Ein Blog braucht ständig Futter und bis zu meiner Abreise gehen mir immer wieder Dinge durch den Kopf, die ich ab jetzt mit Euch teilen möchte.

Wenn es Euch interessiert schaut einfach mal rein, Ihr könnt mir folgen !

Vielleicht hat Euch auch der Weg und die Art des Reisen gepackt , wollt mehr erfahren.

Meine Beweggründe wieder loslaufen zu wollen:

  • Ich habe die letzte Pilgerwoche, ganz für mich, enorm genossen
  • Ich bin wieder neugierig, ob es mir ein zweites Mal so gut gefällt
  • Ich möchte wieder mal alleine sein, mit der Natur und der Herausforderung
  • Ich suche die nachhaltige Erholung, die Ruhe und die Vorfreude

Nur anders:

  • Dieses Mal werde ich meine Eindrücke mit Euch teilen
  • Wenn jemand Fragen hat, gibt es hier vielleicht Antworten

Eines hat mir der letzte Weg gezeigt:

„Ich habe nicht alleine diesen Wunsch , auch wenn es sicher manche komisch finden.“

„Ich war meiner Familie nie näher , als in der Einsamkeit !“

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Die Karte ist ein Ausschnitt aus dem neuen Pilgerausweis, den ich Euch später nochmal zeige : ( oben rechts sieht man den Teilabschnitt Irun-Bilbao ) ca. 150 km in 7 Etappen.

P.S Ihr findet mich nur auf meiner Seite und auf Pinterest!